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Der praktische Teil

Möchten Sie selber die Ernährung für Ihren Hund zusammenstellen, benötigen Sie eine Futtermenge pro Tag, die ca. 2% des Körpergewichtes Ihres Hundes ausmacht. Zum Beispiel ein 30 kg schwerer Hund benötigt 600g Futter am Tag. Hierbei sollte bitte ca. 80-90 % Fleisch sein und ca. 10-20% pflanzliche Teile. Die pflanzlichen Teile benötigt Ihr Hund allerdings nicht jeden Tag.

Weiterhin müssen Sie auch den Energiebedarf Ihres Hundes einschätzen, ist er z. B. ein Sportler, benötigt er eine höhere Tagesration. Die Futterration sollte man auf 2 allerhöchstens 3 Rationen aufteilen. Es würde auch eine einmalige Fütterung am Tag genügen, aber wir empfehlen morgens oder mittags und abends das Futter zu reichen. Außerdem bitten wir Sie das Futter abwechslungsreich zu gestalten, wie Sie nachfolgend noch lesen können.

Nachstehend möchten wir Ihnen erläutern, was unsere vierbeinigen Freunde alles haben dürfen:

Mit grünen Pansen und Muskelfleisch kann man auch bei Welpen direkt nach der Muttermilch nichts falsch machen. Beides gewolft und mit einer geraspelten Möhre zusammen, ist in der Phase, wo die Welpen während der Muttermilch schon auf "Nahrungsentdeckungsreisen" gehen, ein sehr gesunder Brei. Nach und nach wird dieser Brei mit den anderen Fleischkomponenten (Innereien und Knochen) ergänzt. Schritt für Schritt wird so der Darm an neue Nahrungsmittel gewöhnt. Der erste Knochen im Stück übrigens, sollte immer so groß sein, dass er nicht vom Welpen verschluckt werden kann. So lernen Welpen, Knochen auch zu beißen.

Beim heranwachsenden jungen Hund kann man ab dem zweiten Lebensmonat mit Eiern, Käse, Geflügel und Fisch abwechseln.

Hausmannskost (jedoch nicht überwürzt), wie z.B. Nudeln mit Hackfleisch und Soße oder einen Eintopf mit Gemüse, Kräutern, Gewürzen und natürlichem frischem Rindfleisch bekommt jedem ausgewachsenen Hund. Ein Butterbrot oder ein Brot mit Leberwurst (bitte nicht täglich, sondern nur ab und zu) wird gern genommen und gut vertragen. Frischmilch wird in der Regel von allen Hunden ebenfalls gern genommen und auch vertragen, wenn sie daran gewöhnt sind. Normalerweise benötigen Hunde, wie auch andere Säugetiere, nach der Muttermilch keine Milch mehr. Milchprodukte sollen bitte nicht als Durstlöscher dienen, sondern z.B. als Dessert nach der Hauptmahlzeit gereicht werden. Bitte trotzdem mit einer kleinen Menge beginnen und diese langsam steigern. Buttermilch, Sauermilch, Joghurt und Quark in seinen verschiedenen Variationen sowie Hart- und Weichkäse sind für den Hund bekömmliche Nahrungsmittel. Perfekt wären allerdings Produkte von der Ziege, da diese hypoallergen sind.

Fleisch von den verschiedensten Tieren dürfen in den Napf Ihres Hundes. Vorsicht sei geboten bei rohem Schweinefleisch. Knochen dürfen ohne Ausnahme gefüttert werden, allerdings immer nur ROH! Dann sind auch Hühnerknochen und Greten von Fischen ungefährlich.

Gemüse wird vom Hund gut vertragen, sollte aber gedünstet sein oder aber roh püriert werden, wenn Sie die Vitamine Ihrem Hund zugänglich machen möchten. Roh über das Fleisch geraspelt, dient das Gemüse als Ballaststoff, welches die Peristaltik des Darmes anregt.

Mit Karotten und dunklem Gemüse nimmt er Beta-Karotin als Provitamin A in natürlicher Form auf.

Obst, besonders gemischte Beerenfrüchte, sind für den Hund geeignet und die Beeren liefern wichtige Antioxidantien, die die Zellen vor freie Radikale schützen.

Öle, wie z.B. Fischöl (Lachs-), Leinöl, Hanföl oder auch Borretschöl, dürfen bei der Fütterung nicht fehlen, um den Omega-3-Fettsäuren Bedarf, welcher essentiell ist, zu decken.

Auch Kräuter sind eine sinnvolle Ergänzung. Sie können Dill, Petersilie, Hagebutte, Brennessel, Löwenzahn und viele andere Garten- und Wildkräuter verwenden.

Mit einer derart gemischten Kost erhält der Hund weitgehend alle Vitamine und Spurenelemente, die er benötigt. Zur Vermeidung von Mängeln oder methodischen Fehlern der Ernährung ist es unbedingt erforderlich, die Grundnahrungsmittel des Hundes regelmäßig zu wechseln.

Achtung! Wir möchten Sie dringlichst bitten, nur frische Produkte einzukaufen, da auch „Fertigfutter“ für Menschen nicht gesund ist für den Hund…und für den Menschen. Bitte achten Sie auf Ihre und auf die Ihres Tieres gesunde und artgerechte Ernährung.

Die artgerechte Ernährung ist nicht kompliziert. Es ist, als würde man eine kleine Kinderportion mehr mit zubereiten. Es geht schnell, ist gesund und nicht teuer!

Der Text zur Rubrik „Ernährung“ und der „praktische Teil“ enthalten Zitate aus dem Buch „Der Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin-Die Hüftgelenksdysplasie infolge Fehlernährung als nicht erbliche Skeletterkrankung des Hundes“ von Herrn Klaus Dieter Kammerer (www.transanimal-editor.de sehr zu empfehlen!)

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