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Fragen und Antworten


Warum ist die Fütterung von rohem Fleisch so gesund?
Der Wolf ist der Stammvater des heutigen Hundes. Auch wenn sich die äußere Gestalt stark verändert hat, ist er im Inneren noch ein ganzer Wolf. Der Hund ist aus der Ordnung der Karnivoren – den Fleischfressern. Ein Wolf frisst sein ganzes Beutetier mit „Haut und Knochen“ und auch den Mageninhalt, um sich zusätzliche nahrungsbestandteile und Ballaststoffe zu verschaffen. Rohes Fleisch ist die Grundlage der artgerechten Ernährung von Hunden, die mit pflanzlichen Teilen, wie püriertem oder gedünstetem Gemüse abgerundet wird.

Was ist BARF?
Barf ist keine neue Erfindung. Es ist eine Besinnung auf die natürliche Ernährung des Hundes bevor es Fertigfutter gab. Unter Barf ist die Rohfleischfütterung bekannt geworden. Es kommt aus dem amerikanischen und wurde von Frau Debbie Tripp genutzt und bedeutet „Bones and raw food“.

Wie wird die Qualität sichergestellt?
Wir beziehen unser Fleisch aus der Lebensmittelindustrie. Dies bedeutet die Einhaltung von geltendem EU-Recht und strenger veterinärmedizinscher Kontrolle.

Ist es besser sofort oder langsam auf rohes Fleisch umzustellen?
Grundsätzlich kann die Ernährung übergangslos umgestellt werden. Ist der Hund allerdings sehr empfindlich, empfiehlt es sich die ersten Tage mehrere kleinere Portionen am Tag zu füttern, um der Verdauung es etwas leichter zu gestalten. Wenn der Kot sich in den ersten Tagen etwas verdünnt, ist es kein beunruhigendes Zeichen, sondern ein Zeichen dafür, dass sich die Darmflora auf natürliche und lebensnotwendige Bakterien einstellt. Die Darmflora benötigt dafür ein paar Tage Zeit.

Ab wann darf ein Welpe Fleisch fressen?
Unmittelbar nach der Muttermilch darf ein Hundewelpe, wie auch ein Wolfswelpe in der freien Natur, mit Fleisch gefüttert werden. Mageres Rindermuskelfleisch sowie der grüne Pansen vom Rind oder Lamm sind die Fleischsorten, die dem Welpen als erstes sehr gut bekommen.

Benötigt der Welpe nicht spezielles Welpenfutter?
Nein! Der Welpe bekommt mehr zu fressen als ein ausgewachsener Hund. Ein Welpe bekommt ca. 6-8% von seinem aktuellen Körpergewicht zu fressen und ein ausgewachsener Hund bekommt ca. 2-3%. Durch diese „Extraportion“ mehr, bekommt der Welpe auch mehr Nährstoffe, die er zum Wachsen benötigt.

Was ist mit meinem Senior? Wie stelle ich ihn auf rohes Fleisch um?
Bei einem Senior geht man etwas langsamer an die Umstellung ran. Dies bedeutet die ersten Tage rohes Fleisch als ein Leckerli zu geben und das bisherige Futter wie gewohnt weiterfüttern. Nach drei, vier Tagen wird langsam die Fleischmenge erhöht, z.B. auf eine Handvoll, die man dem Senior zwischendurch getrennt vom anderen Futter zum Fressen reicht. Nun wird die Fleischmenge immer mehr erhöht und gleichzeitig die Menge des Fleisches von der Menge des anderen Futters abgezogen. Der Zeitraum der Umstellung ist ganz unterschiedlich.

Warum reagiert der Magen eventuell empfindlich?
Rohes Fleisch regt die Produktion der Magensäfte an und es kommen Bakterien in den Verdauungstrakt, die ihm bisher fremd waren.  Der Verdauungstrakt erschrickt sich regelrecht und reagiert gelegentlich mit dünnerem Kot, um dies ihm noch fremde schnell  wieder loszuwerden. Füttert man weiter rohes Fleisch, merkt der Verdauungstrakt ganz schnell, dass es für ihn sehr gut ist und fängt an sich auf die neue Kost einzustellen.

Wie viel muss ich füttern?
Welpen und heranwachsende Hunde bekommen ca. 6-8 % ihres aktuellen Körpergewichtes als Tagesration zu fressen. Sie müssen regelmäßig gewogen werden, um die Ration anzupassen. Umso näher er an seine Endgröße kommt, umso weniger füttert man, so dass schließlich eine Tagesration von ca. 2-3% erreicht ist. Hierbei verrät uns immer die Figur des Hundes, ob die Menge richtig ist. Im Idealfall sollten die Rippen zu spüren sein, wenn man den Hund über die Seite streicht. Die Tagesration bedeutet Fleisch und pflanzliche Teile zusammen. Als Beispiel: ein 30kg Hund benötigt bei 2% 600g. Diese 600g bestehen aus ca. 80-90% Fleisch und 10-20% Gemüse. Von Hund zu Hund ist die Menge unterschiedlich. Beginnen Sie mit 2% beim ausgewachsenen Hund und dann schauen Sie, ob sie mehr oder sogar weniger füttern müssen. Die Rippen verraten es!

Wie taue ich das Fleisch am besten auf?
Sie können die Tagesration für den nächsten Tag abends gefroren in den Napf geben und über Nacht auftauen lassen. Wenn es schnell gehen soll, können Sie auch den geöffneten Beutel in ein warmes Wasserbad legen. Am besten ist, wenn das Fleisch nicht mehr eiskalt ist. Kühlschranktemperatur ist ok!

Was mache ich im Urlaub?
Sie können das Fleisch in einer guten isolierten Kühlbox transportieren. Das Auftauen in solch einer Box kann Tage dauern. Vor Ort können Sie auch günstiges Rinderhack kaufen und Ihrem Hund zusammen mit geraspelter Möhre füttern. Rinderhack kann durchaus zur Überbrückung ein paar Tage gefüttert werden. So schnell tritt ein Mangel oder eine Über-, sowie Unterfunktion nicht auf. Notfalls ist auch die kurzzeitige Umstellung auf gekochte Nahrung kein Problem. Bedenken Sie nur, dass Ihr Hund wieder öfter „groß“ muss.

Kann Fertigfutter und frisches Fleisch gemischt werden?
Besser nicht. Denn sie haben beide unterschiedliche Verdauungszeiten. Fertigfutter braucht länger als rohes Fleisch. Es kann zu Blähungen und Verstopfungen, sowie anderen Verdauungsstörungen kommen. Wenn Sie beides füttern möchten, dann bitte getrennt voneinander. Zum Beispile morgens das Fertigfutter und abends das rohe Fleisch.

Warum muss Gemüse roh geraspelt/püriert oder gedünstet werden?
Hunde haben ein zu kurzes Verdauungssystem und es ist nicht zur Verdauung von Zellulose (pflanzliche Zellwand) ausgelegt. Um pflanzliche Nahrungsmittel verdauen zu können, müssen wir es „vorverdauen“ indem wir die Zellwand zerstören. Erinnern wir uns an den Wolf: der frisst den Mageninhalt des Beutetieres, welcher vorverdaut wurde.

Mein Hund will einfach kein Gemüse, bzw. er verträgt es nicht. Was nun?
Hunde, die kein Gemüse mögen oder es nicht vertragen, können als Ersatz ballastoffreiche Alternativen bekommen wie zum Beispiel Flohsamenschalen. Diese haben im Vergleich zum Gemüse einen sehr hohen Ballaststoffgehalt, so dass es ausreichend ist, einen halben Teelöffel oder Esslöffel je nach Größe des Hundes täglich zu füttern.
 
Welche Knochen darf ich und warum muss ich sie füttern?
Roh (!) dürfen alle Knochen gefüttert werden, auch von Geflügel oder die Gräten vom Fisch. In erhitzter Form, sei es durch trocknen, kochen, braten, etc., besitzen Knochen und Gräten ihre Flexibilität nicht mehr und werden dadurch splittrig und dadurch brüchig. Der erste Knochen eines Welpen sollte übrigens so groß sein, dass er ihn nicht schlucken kann, damit er lernt auf ihn zu kauen. Ob beim Welpen oder beim erwachsenen Hund: Als ersten Knochen am besten einen Knochen mit einem hohen Knorpelanteil nehmen, weil dieser nicht so hart ist, wie z.B. Kehlkopf, Knorpelscheiben, Hühnerhälse.  Knochen liefern alles Gute (wie z.B. Kalzium) für die Knochen des Hundes. Auch liefern Knochen durch ihren knorpeligen Anteil alles Gute für die Gelenke und auch die Gelenksschmiere.

Mein Hund mag Fisch sehr gern. Darf er ihn?
Ja! Fisch liefert unter anderem Omega-3-Fettsäuren. Dies sind die „Gegenspieler“ zur Omega-6-Fettsäure und gleicht, salopp ausgedrückt, die negativen Seiten der Omega-6 aus.

Was ist mit Getreide?
Genaugenommen nein. Ein Hund kann mit der Stärke, die Getreide auch beinhaltet, nichts anfangen. Sie belastet nur die Bauchspeicheldrüse, welche auf vollen Touren Amylase produzieren muss, um die Stärke zu spalten. Und Amylase ist ein Enzym, welches die Hundebauchspeicheldrüse kaum produziert. Daher würden wir mit viel Getreide (auch Reis, Kartoffeln) die Bauchspeicheldrüse nur stressen. Dies kann auch mal in einer Pankreasinsuffizienz enden und eine Diabetes auslösen. Haben Sie aber mal eine Portion Nudeln oder Kartoffeln, sowie auch Reis über, darf es natürlich in den Napf Ihres Hundes. Die Menge macht´s!

Muss ich Zusatzpräparate füttern? Wie z.B. Vitaminpulver?
In der Regel nicht, wenn Ihr Hund alle Fleischkomponente gerne fressen mag. Hier eine kurze Aufstellung was welche Fleischkomponente als Schwerpunkt  liefert:
Muskelfleisch:                          tierische Proteine für den Muskelaufbau
Pansen oder Blättermagen:       probiotische Kulturen für die Darmflora sowie Enzyme und Ballaststoffe durch das „Grüne“ im Pansen,
                                               bzw. Blättermagen
Innereien:                                 Vitamine (besonders die Leber beinhaltet alle Vitamine) und Blut,
                                               welches Mineralien und Elektrolyte beinhaltet
Knochen:                                 Calcium und alles Gute fürs Skelett und der Gelenksschmiere
Gemüse:                                  Ballaststoffe für die Peristaltik des Darmes
Wenn Ihr Hund etwas nicht mag, wie z.B. die Innereien, dann wäre es sinnvoll ein Zusatzpräparat zu füttern. Am besten bitte auf natürlicher Basis! Wenn Knochen nicht vertragen werden, kann man diese mit Knochenmehl, Eierschalenpulver und Algenkalk ersetzen.

Was ist mit der Aussage, dass rohes Fleisch Keime beinhaltet und über rohes Fleisch Hunde und Katzen mit Parasiten befallen werden können?

Rohes Fleisch beinhaltet Keime, weil es nicht abgekocht ist. Jedes rohes Lebensmittel, wie auch z.B. Salat, trägt neben wertvollen natürlichen Nährstoffen auch Keime an und in sich. Und Keime sind nicht nur "schlechte". Mit den "schlechten" Keimen, die krankmachenden (pathogenen), aus rohem Fleisch kommt ein Fleischfressermagen gut zurecht, solange er nicht starke gesundheitliche Probleme hat. Die Magensäure ist äußerst scharf und vernichtet die pathogenen Keime. Der Hund ist ja auch ein Aasfresser, wo bekanntlich sehr viele heftige Keime enthalten sind. Wenn wir an Parasiten nun denken, wie zum Beispiel Würmer, brauchen wir auch keine großen Sorgen haben, weil einmal das Einfrieren des Fleisches bei schon -17 Grad eine Woche lang, alle absterben lässt und zum anderen, weil sie auch über den kurzen Darmweg schnell wieder ausgeschieden werden. Sie verweilen nicht lange genug im Darm, sodass sie genug Zeit zum wachsen und vermehren haben könnten.
Bei Salmonellen ist die Gefahr, dass ein Hund daran erkrankt auch äußerst gering bei gutem gesundheitlichen Zustand. Er kann aber als Träger dienen. Aber auch hier ist eine Erkrankung des Menschen über den Hund so gut wie nicht zu verzeichnen.
Ein gewisses Restrisiko gibt es immer und das ist so gemeint, wie das Restrisiko, wenn man aus der Haustür geht. Auf der Strasse passiert schlimmerweise viel mehr. Ich hoffe, Sie verstehen mich richtig, wie ich das meine. Das was passieren kann, gehört einfach zum Leben dazu.
Was aber ganz wichtig ist: man sollte natürlich hygiensch mit rohen Produkten umgehen. Hände waschen als Beispiel. Auch wenn kleine Kinder mit Hunden zusammen sind, sollte man darauf achten, dass Hunde nicht ihr großes Geschäft im Sandkasten machen und Kinder sich die Hände waschen, wenn sie aus Versehen an den Popo des Tieres mit der Hand gekommen sind. Einfach aus Vorsicht.

Es heißt immer wieder das es beim Barfen zu Mangelerscheinungen kommen kann. Auch Studien würden das belegen. Was ist damit?
Hier möchte ich gern Frau Nadine Wolf aus ihrem Barf-Buch wiedergeben, denn bei den Studienergebnissen war ich auch überfragt, warum diese so ausfallen. Ich selber habe in meiner Laufbahn noch nicht einen Hund (von Kunden) mit Mangelerscheinungen gehabt, welche ernährungsbedingt sind. Hunde allerdings, die z.B. unter Dauerstress stehen (oder gesundheitliche Probleme haben), können durchaus, trotz bester Ernährung, Mangelerscheinungen bekommen, da der Stoffwechsel nicht richtig funktioniert. Zu den Studienergebnissen: Hier habe ich von Frau Wolf folgende Information, die wirklich alles logisch erklärt: Bei den Studien werden alle Personen, die kein Dosenfutter oder Trockenfutter füttern, als Barfer bezeichnet. Also auch diejenigen, die das Fleisch kochen oder die 30% Fleisch 70% Kartoffeln füttern oder, oder, oder. Es gibt ja wirklich einige Versionen, die vertreten werden und auch in Bücher verfasst werden. Und die werden alle in einen Topf mit den Barfern geworfen. Diese Studie ergibt dann durchaus, dass es zu Mangelerscheinungen kommen kann. Die Studien beinhalten demnach einen groben Fehler.
Doch das Rad kann nicht neu erfunden werden und die Aufteilung, wie Sie sie auch in der Futterpyramide sehen können, hat sich mit den Jahren (und das sind viele Jahre) bewährt. Diese Aufteilung ist auch nicht neu erfunden, sondern hat seinen Ursprung bei Swanie Simon. Eine Studie wäre also interessant, wo Fertigfutter vs. BARF im ursprünglichen Sinne geprüft wird. Diese wiederum wird es höchstwahrscheinlich nicht geben seitens Fertigfutterindustrie ;)
 

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